Kampfsport oder Kampfkunst

HSA Fighting, ist es Kampfsport oder Kampfkunst?

 

Die Antwort ist denkbar schnell gegeben: es ist eine Kampfkunst. 

 

Kampfkunst hat, in vielen Augen, noch immer den Status des "Formen laufen", "sich mit Traditionen auseinander setzen" usw. 

Nein, damit hat es primär nichts zu tun!

 

Es ist, um es ganz kurz auf den Punkt zu bringen, ganz einfach so, das Kampfsport ein reglementierter Kampf ist. D.h. nichts anderes, als das ein Kämpfer ein Regelwerk einzuhalten hat, das von einem Ring- bzw. Schiedsrichter während eines Kampfes begleitend eingebracht wird. 

Darüber hinaus, ist ein Ringrichter darauf bedacht, die Gesundheit des jeweiligen Kämpfers zu schützen und ggf.. einzugreifen um einen Kampf zu beenden. 

 

In der Kampfkunst gibt es kein Regelwerk! Punkt.

Ergo auch keinen Ringrichter o.ä.. 

 

Darin unterscheiden sich im Wesentlichen Kampfkunst und Kampfsport.

 

Was ist besser für die Strasse?

 

Diese Frage gleicht der Frage nach dem Huhn und dem Ei. 

Grundsätzlich ist es immer gut in einer Gefahrensituation eine gewisse Erfahrung mitzubringen und da ist es, meiner Meinung nach, egal, ob es sich um Kampfsport oder Kampfkunst handelt. 

Beide "Lager" haben Erfahrungen im Umgang mit psychischen und physischen Verhaltensweisen in einem Kampf. 

Ob und wie ein Kämpfer mit einer Gefahrensituation umgeht, ist im wesentlichen nicht mit seinen Basics, sei es Kunst-oder Sport, abhängig, sondern einzig und allein von Mut, Training- bzw. Kampferfahrung und last but not least, von seiner Tagesform abhängig.

 

Dazu kommt noch der Faktor Adrenalin. Adrenalin kann lähmen oder pushen, auch das hängt tatsächlich von der Tagesform ab, manch erfahrener Kämpfer hat schon einen Kampf verloren, weil ihn, entgegen aller Erwartungen, das Adrenalin gebremst hat und er vielleicht den Kopf an diesem Tag nicht frei hatte, sei es durch Alltagsstress oder Probleme, in welcher Form auch immer. 

Zu denken, man ist Kampfsportler oder Künstler und es kann einem aufgrund dessen nicht passieren oder man sei gar "unbesiegbar" ist ein fataler Irrglaube.

 

Wir sind der Auffassung, das egal was für ein Sport oder welche Kunst der Einzelne ausübt, es sich definitiv positiv auf seinen Alltag und sein Selbstbewusstsein auswirkt, damit ist schon mal ein großer Teil erfüllt. Den Rest machen Mut, Herz und Willen aus.

 

Bleibt Sportlich und fair, habt Respekt vor anderen und öffnet Augen und Geist! 

So long....

Sven

 

 

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