von der Straße für die Straße?

vom Saulus zum Paulus? 

Was ist die Intension dahinter?

 

Straßenkampf...

 

Ein hartes Wort, dieses "Straßenkampf". Klingt nach Hooligan, Straßenschläger oder vergleichbarem. 

Wollen wir uns gegen den Hooligan wehren? Den Straßenschläger besiegen?

 

NEIN!

 

Man muss sich im Klaren sein, das man sich davon fern hält, nicht von Menschen und deren Ansichten aber vor strafbaren Situationen, die einen womöglich in Konflikte tragen, deren Ausmaße meist unangenehm sind.

Kurz vor und während der Pubertät entscheiden sich so unglaublich viele Dinge. Nicht alle gehen in die richtige Richtung, in die gesellschaftlich richtige Richtung. Ob man vom netten Jungen oder Mädchen plötzlich zum Rebell wird, ob man die ersten Versuchungen neugierig aufsaugt oder ob Konflikte plötzlich "anders" gelöst werden, diese Phase ist eine richtungsweisende und prägnante Phase im Leben aller Jugendlichen. 

 

Wir alle wissen wovon wir reden.

 

Sei es in der Schule oder im privaten Umfeld, die Werte verschieben sich und das Umfeld wächst mit oder wird neu erkundet, verbotenes übt Reize aus und auf der anderen Seite schmeckst das Essen plötzlich besser.

 

Kurze Retrospektive:

Zerrüttetes Elternhaus, viel erlebte Gewalt und ungerechte Lehrer, so war meine Jugend!

Hört sich plausibel an oder?

So war es aber nicht!

Ich bin behütet aufgewachsen, es gab weder Alkoholexzesse oder ähnliches und trotzdem entschied man sich, lieber von der anderen, der rebellischen Seite zu essen und zu trinken. So fing die Begegnung mit der Straße an und vertiefte sich mit dem Tag, jedem Monat und jedem Jahr.

Natürlich zog das schnell Konsequenzen nach sich, Big Brother hütet seine Kinder. 

 

Ohne ins Detail zu gehen, kann man von sich behaupten, zu wissen wie Straße funktioniert und wie man selbst funktioniert.

Reflexion ist ein Gut, welches einen daran wachsen ließ und half, zu verstehen und zu analysieren. Theoretisch ist alles erklärbar und studierbar, so wurde der Job des Streetworkers ein Beruf, der ein Studium voraussetzt, allerdings ohne "praktisches Jahr". 

 

Was ich damit sagen möchte ist folgendes:

Wer die Prävention der Straße gegenüber lehren möchte, muss sie erlebt haben. Nur wer weiß wie es unten ist, kann auch oben bestehen und, nun zum Wichtigsten, es präventiv weitergeben, damit es anderen evtl. erspart bleibt.

Man muss nicht durch dunkles Tal wandern um Sonne zu sehen, die Sonne ist immer da und kann, bei genauer Betrachtung, von jedem gleich warm empfunden werden.

 

Was hat das alles nun mit Straßenkampf zu tun? Mit Straßenkampf wie es das HSA System lehrt?

Man kann nur unterrichten, was studiert wurde. Punkt

Mehr Aussage bedarf es da nicht. 

 

HSA ist ein Notfall - Kit, das nur im äußersten Notfall angewandt werden darf, geht man aber der Konfrontation aus dem Weg, braucht man es nicht aber hat mehrmals die Woche Spaß beim Training, lernt sozial zu agieren und andere zu respektieren, damit ist vielen doch schon ein gutes Stück Weg mitgegeben. 

 

In diesem Sinne,

Bleibt Sportlich und fair, habt Respekt vor anderen und öffnet Augen und Geist! 

 

Sven, Aort24

 

 

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